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Eigene Software statt Abo: Wann rechnet sich das?
„Die Software wird jedes Jahr teurer, und das pro Mitarbeiter.“ Viele Firmen zahlen jeden Monat für Programme, von denen sie nur einen Bruchteil nutzen. Der Rest wird mit Excel-Listen und Zetteln drumherum gebaut. Manchmal ist eine eigene, schlanke Lösung die bessere Wahl. Manchmal nicht. Auf dieser Seite zeige ich, wie Sie das unterscheiden.
Woran Sie merken, dass Ihre Software nicht passt
- Sie zahlen für Funktionen, die niemand nutzt. Das Paket kann hundert Dinge, Sie brauchen zehn.
- Neben der Software gibt es Excel-Listen, weil ein wichtiger Schritt im Programm nicht vorgesehen ist.
- Daten werden doppelt eingegeben, einmal im Programm und einmal in der Buchhaltung oder im Kalender.
- Jeder neue Mitarbeiter kostet eine weitere Lizenz, obwohl er nur zwei Masken braucht.
- Der Anbieter erhöht die Preise oder stellt Funktionen um, und Sie können nur zustimmen oder kündigen.
Rechnen Sie selbst nach
Ob sich eine eigene Lösung lohnt, ist eine einfache Rechnung. Nehmen Sie die Gebühr pro Nutzer und Monat aus Ihrer letzten Rechnung, multiplizieren Sie mit der Zahl der Nutzer und mit 12. Das ist Ihr Betrag pro Jahr.
Rechenbeispiel mit angenommenen Zahlen: Ein Programm kostet 30 € pro Nutzer und Monat, die Firma hat 8 Nutzer.
- pro Monat: 8 × 30 € = 240 €
- pro Jahr: 240 € × 12 = 2.880 €
- in fünf Jahren: 14.400 €, ohne Preiserhöhungen und ohne neue Mitarbeiter
Mit diesem Betrag muss sich eine eigene Lösung messen: einmalige Entwicklung plus laufende Kosten für Server und Pflege. Ist sie über die Jahre deutlich günstiger und passt sie besser zu Ihren Abläufen, lohnt sie sich. Sonst nicht.
Abo-Software und eigene Lösung im Vergleich
| Thema | Abo-Software | Eigene Lösung |
|---|---|---|
| Start | sofort nutzbar | braucht einige Wochen Entwicklung |
| Kosten | jeden Monat, pro Nutzer | einmalig plus Betrieb, keine Gebühr pro Nutzer |
| Funktionen | Sie passen sich der Software an | die Software passt sich Ihren Abläufen an |
| Preise | bestimmt der Anbieter | planbar, keine Abhängigkeit von großen Anbietern |
| Pflege | übernimmt der Anbieter | muss mitgedacht werden, auch bei Updates |
Wann ich Ihnen davon abrate
Eigene Software ist kein Selbstzweck. Ich rate ab, wenn
- ein fertiges Programm gut zu Ihnen passt und der Preis in Ordnung ist,
- es um Bereiche mit vielen gesetzlichen Vorgaben geht, die sich ständig ändern, etwa die Lohnabrechnung, oder um die Buchhaltung selbst, wo zertifizierte Programme sinnvoll sind,
- Ihre Abläufe sich gerade grundlegend ändern. Dann räumen wir zuerst auf und entscheiden danach.
Oft ist die beste Lösung eine Mischung: Das bewährte Programm bleibt, und ein kleines Werkzeug schließt die Lücke, für die es bisher eine Excel-Liste gab. Zum Beispiel eine Schnittstelle, die Daten automatisch weitergibt, statt sie abzutippen.
Typische Beispiele
- Auftrags- und Terminverwaltung, die genau Ihre Arbeitsschritte abbildet
- Prüf- und Wartungsprotokolle auf dem Tablet statt auf Papier, mit Fotos und Unterschrift
- Angebote und Rechnungen aus vorhandenen Daten erzeugen, auch als E-Rechnung
- Ein internes Verzeichnis für Kunden, Objekte oder Geräte, auf das das ganze Team zugreift
So gehe ich vor
- Erstgespräch und Ablauf ansehenSie zeigen mir, wie die Arbeit heute läuft. Ich frage nach, bis ich es verstanden habe.
- Ehrliche RechnungWir vergleichen, was Sie heute zahlen, mit dem, was eine eigene Lösung kostet. Lohnt es sich nicht, sage ich das.
- Angebot mit festem UmfangSie bekommen schriftlich, was die Software können soll und was sie kostet, auch laufend. Erst wenn Sie zustimmen, geht es los.
- Schrittweise bauenSie sehen früh erste Teile und probieren sie aus. So merken wir rechtzeitig, wenn etwas nicht passt.
- Einführung und BetreuungIch schule Ihr Team online, begleite den Start und bleibe Ansprechpartner, wenn sich etwas ändert.
Häufige Fragen
Was kostet eine eigene Software?
Das hängt vom Umfang ab. Nach dem Gespräch bekommen Sie ein Angebot mit allen Kosten, auch den laufenden für Server und Pflege. Für die Zeit rechne ich mit 85 € pro Stunde, als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer.
Läuft das im Browser oder auf dem Handy?
Meistens im Browser, auf dem Computer genauso wie auf Tablet und Handy. Eine App aus dem App-Store ist dafür in der Regel nicht nötig.
Können wir unsere bisherigen Daten übernehmen?
In den meisten Fällen ja, etwa aus Excel-Listen oder per Export aus dem alten Programm. Das klären wir vorher und schreiben es ins Angebot.