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Ihr Backup läuft. Aber bekommen Sie Ihre Daten auch zurück?
„Ob unser Backup funktioniert, weiß eigentlich keiner.“ Diesen Satz höre ich oft. Meistens gibt es irgendeine Sicherung: eine externe Festplatte, ein NAS im Abstellraum, ein Häkchen in der Cloud. Ob sich daraus im Ernstfall wirklich alles zurückholen lässt, hat aber selten jemand ausprobiert.
Typische Lücken
- Die Sicherung hängt dauerhaft am Server. Ein Verschlüsselungstrojaner erwischt dann Original und Backup gleichzeitig.
- Die Sicherung bricht seit Wochen ab. Die Fehlermeldung geht an ein Postfach, das niemand liest.
- Gesichert werden nur Dateien. Die Datenbank der Branchensoftware, die Postfächer oder die Einstellungen des Servers fehlen.
- Synchronisieren wird mit Sichern verwechselt. OneDrive, Dropbox und ähnliche Dienste gleichen Änderungen ab. Wird eine Datei gelöscht oder verschlüsselt, passiert das auch in der Cloud. Papierkorb und Versionsverlauf helfen ein Stück weit, ersetzen aber keine echte Sicherung.
- Cloud-Dienste gelten als „automatisch gesichert“. Bei Microsoft 365 und ähnlichen Diensten kümmert sich der Anbieter um den Betrieb. Dass Sie eine versehentlich gelöschte Mail von vor einem Jahr zurückbekommen, ist damit nicht gesagt.
Die 3-2-1-Regel, einfach erklärt
Eine bewährte Faustregel, die sich auch in kleinen Firmen gut umsetzen lässt:
- 3 Kopien Ihrer Daten: das Original und zwei Sicherungen.
- 2 verschiedene Speicher, zum Beispiel ein NAS im Büro und ein Online-Speicher.
- 1 Kopie außer Haus, damit ein Brand, ein Wasserschaden oder ein Einbruch nicht alles auf einmal trifft.
Dazu kommt heute ein vierter Punkt: Mindestens eine Kopie sollte so liegen, dass ein Angreifer sie nicht löschen oder verschlüsseln kann. Entweder weil sie nicht ständig verbunden ist oder weil der Speicher Änderungen für eine bestimmte Zeit sperrt.
Der wichtigste Teil: die Wiederherstellung testen
Ein Backup ist erst dann etwas wert, wenn man daraus etwas zurückholen kann. Deshalb stehen zwei Fragen am Anfang:
- Wie viel Arbeit dürfen Sie verlieren? Läuft die Sicherung jede Nacht, sind im schlimmsten Fall die Eingaben eines Tages weg. Reicht das?
- Wie lange dürfen Sie stillstehen? Eine einzelne Datei ist in Minuten zurück. Ein kompletter Server kann je nach Datenmenge Stunden dauern.
Danach wird getestet: regelmäßig eine einzelne Datei oder ein Postfach, ab und zu auch die Wiederherstellung des ganzen Systems. Das Ergebnis wird aufgeschrieben, damit im Ernstfall niemand raten muss.
So gehe ich vor
- BestandsaufnahmeWo liegen Ihre Daten, was ist wirklich wichtig, und was wird heute schon gesichert?
- Konzept in passender GrößeKein Rechenzentrum für drei Arbeitsplätze. Sie bekommen eine Lösung, die zu Ihrer Firma und Ihrem Budget passt.
- EinrichtungIch richte die Sicherung ein, inklusive Kopie außer Haus und einer Benachrichtigung, wenn etwas schiefgeht.
- Wiederherstellung testenWir holen gemeinsam Daten zurück, damit Sie sehen, dass es funktioniert. Das Vorgehen schreibe ich für Sie auf.
Im Rahmen der IT-Betreuung behalte ich die Sicherungen auf Wunsch auch danach im Blick. Sie bekommen vorher ein Angebot. Erst wenn Sie zustimmen, geht es los.
Häufige Fragen
Reicht eine externe Festplatte?
Als eine von mehreren Kopien ja, als einzige Sicherung nicht. Hängt sie ständig am Rechner, trifft ein Trojaner sie mit. Wird sie nur ab und zu angesteckt, wird es im Alltag schnell vergessen.
Wie oft sollte gesichert werden?
Das hängt davon ab, wie viel Arbeit Sie verlieren dürfen. Für die meisten kleinen Firmen ist eine tägliche Sicherung ein guter Ausgangspunkt, für wichtige Datenbanken auch öfter.
Was kostet das?
Das hängt von Datenmenge, Anzahl der Geräte und dem gewünschten Speicher ab. Nach der Bestandsaufnahme bekommen Sie ein Angebot mit allen Kosten, auch den laufenden für einen Online-Speicher.